Abrollberg

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Eine Rangierlok schiebt einen Zug aus Güterwagen über den Abrollberg, kuppelt nacheinander die einzelnen Wagen ab. Die Wagen werden nach einem vordefinierten Schema in die Gleise der Richtungsgruppe verteilt. Die Rangierlok wiederholt diesen Vorgang solange, bis alle Wagen Abgestossen und in die Richtungsgleise verteilt sind.

Im folgenden wird beschrieben, wie diese Aufgabe mit Hilfe von drei Zugfahrten im TrainController ab Version 7.0 D2 Gold umgesetzt werden kann.

Alle hier gemachten Längenangaben beziehen sich auf die Baugrösse H0.

Abrollberg: Abstossen der Wagen

Vorüberlegungen

Wer noch nie komplexe Abläufe mit TrainController oder einer anderen Modellbahnsteuerung selbst entwickelt hat wird wahrscheinlich von den vielen Details und deren Zusammenspiel erschlagen werden.

Die beschriebene Lösung ist nicht kompliziert, sie enthält aber sehr viele Details, die zum Gelingen benötigt werden.

Um die hier beschriebene Steuerung zu verstehen, versuchen Sie sich zunächst an Teilproblemen.
Ein guter Startpunkt ist die Zugfahrt Abstossen.1 zusammen mit der Konfiguration der Richtungsgleise.
Eine andere Stelle ist die Funktionsweise des Achszählers.

Wenn Sie dieses verstanden haben nehmen Sie die anderen Zugfahrten hinzu und Sie werden das hier erlernte leicht auf ihre private Modellbahn übertragen können.

  • Alle Wagen werden einzeln abgestossen, Wagengruppen sind (noch) nicht erlaubt
  • Es werden nur 2-achsige Wagen abgestossen, 4-Achser gehen wahrscheinlich auch, wenn man etwas mit dem Memory der Achsmelder spielt, aber es hat niemand ausprobiert, ob es gut gehen kann.
  • Zugfahrt Abdrücken - Die Rangierlok verschiebt den Zug soweit nach rechts, dass der erste Wagen am Entkupplungsgleis abgekuppelt werden kann. Diese Zugfahrt wird abgebrochen sobald der Entkuppler zwischen ersten und zweitem Wagen ist. Der ganze Zug befindet sich zu diesem Zeitpunkt immer noch vollständig im Startblock.
  • Die Zugfahrt Abdrücken erhält als Bedingung, dass sie nur gestartet werden darf, wenn im Startblock (noch) abzustossende Wagen sind.
  • Mit dem Beenden der Zugfahrt Abdrücken wird das Entkupplungsgleis betätigt und der Wagen wird auch logisch vom Zugverband getrennt. Auf Grund des Gefälles im Gleis setzt sich der Wagen bergab in Bewegung.
  • Es wird ausserdem sofort eine "Zugfahrt Abstossen.0" für den Abrollenden Wagen gestartet. Diese Zugfahrt darf in ihren Optionen keine Wartezeiten konfiguriert haben, denn der Wagen der rollt. Die Zugfahrt muss die Option "Start ohne Lok" gesetzt haben.
  • Die Zugfahrt Abstossen.0 wird sofort beendet, wenn der Wagen den Zugverband verlassen hat und sich allein in einem kurzen Berg Block befindet.
  • Jetzt werden zwei Zugfahrten gleichzeitig als Nachfolger von Abstossen.0 gestartet. Zum einen die Zugfahrt Abstossen.1, die den Wagen in die Richtungsgleise verteilt, und zum anderen kann die Zugfahrt Abdrücken für den nächsten Wagen erneut gestartet werden. In der Karteikarte Nachfolger dieser Zugfahrt wird die Option: "Alle" starten aktiviert.
  • Die Zugfahrt Abstossen.1 ordnet dem Wagen sein Richtungsgleis zu und schaltet die Weichen. Dies muss sehr schnell geschehen, weil der Wagen mit zunehmender Geschwindigkeit den Berg hinunterrollt.
  • Alle Bedingungen für die Zielgleiswahl müssen überprüft und alle Weichen müssen gestellt sein bevor der rollende Wagen den Bergblock verlässt, oder gar über eine noch falsch gestellte Weiche abrollt. Wenn der Wagen den Bergblock zu schnell verlassen hat bevor Traincontroller soweit ist, kann keine Zugfahrt im Richtungsgleis mehr gestartet werden und nur ein manueller Eingriff kann die Situation jetzt noch retten.
  • Sobald ein abrollender Wagen im Richtungsgleis ankommt gibt er die Reservierung des Blocks Berg wieder frei und die Zugfahrt Abdrücken kann jetzt für den nächsten Wagen weitermachen.
  • Die Höchstgeschwindigkeit für die Zugfahrt Abdrücken sollte etwa 5 km/h betragen. Trotz dieser sehr geringen Geschwindigkeit befindet sich die Kupplung nur für etwa eine knappe Sekunde über der Entkupplerbohle. Das ist das Zeitfenster zum Auslösen der Kupplung beziehungsweise zum Abkuppeln des Wagens.
  • Der Abrollberg muss lückenlos durch Gleisbesetztmelder überwacht werden, damit die abrollenden Wagen durch TC erkannt wreden. Das setzt auch den voraus, das die Wagen bei 2L Bahnen mit Meldeachsen ausgestattet sind. 3L Fahrer haben hier den Vorteil das die leitenden Achsen ihrer Fahrzeuge diese Voraussetzung automatisch erfüllen.

Zugfahrten

Das Zerlegen eines Zugs und Verteilen der Wagen in die Richtungsgleise wird mit drei Zugfahrten durchgeführt.

Zugfahrt Abdrücken - Zug einen Wagen in Richtung Entkuppler verfahren

  • Damit die Zugfahrt funktionieren kann ist eine geeignete Aufteilung des Blocks mit der Position des Entkupplungsgleises und der Länge der Meldeabschnitte notwendig.
    • Der Entkuppler befindet sich gut eine Wagenlänge (ca.15 cm) vor dem rechten Ende des Melders Ziehgleis-L
    • Der Meldeabschnitt Ziehgleis-L nimmt den ganzen Zug einschliesslich Lok auf, der Zug muss vollständig links vom Entkuppler zu stehen kommen.
    • Der Meldeabschnitt muss lang genug sein, dass er auch den Wagen rechts des Entkupplers noch vollständig aufnehmen kann.
  • Die Zugfahrt benötigt keine besonderen Einstellungen, da sie den Startblock niemals verlässt.
  • Die Aktivierung des Bahnwärters im Block Ziehgleis beendet die Zugfahrt Abdrücken.
  • Eigenschaften der Zugfahrt
    • Dies ist eine einfache Standardzugfahrt vom Block Ziehgleis zum Block Berg.
    • Die Höchstgeschwindigkeit der Zugfahrt ist 5 km/h.


Zugfahrt Abstossen.0 - Abrollenden Wagen in den Block Berg verschieben

  • Eigenschaften der Zugfahrt
    • Dies ist eine normale Zugfahrt vom Block Ziehgleis in den Block Berg.
    • Der Start dieser Zugfahrt ist sehr zeitkritisch. Deshalb sind alle Wartezeiten auszuschalten.
    • Die allgemeine Option Versuchen sollte auf 0 Sekunden eingestellt sein. Wenn die Zugfahrt nicht unmittelbar gestartet werden kann, dann ist irgendetwas schief gelaufen und wir müssen den Betrieb auf unserem Ablaufberg überdenken.
    • Zugfahrt starten, auch wenn Zug nicht ausfahren darf
    • Startverzögerung 0
    • Vorschau 1, keine intelligente Vorschau !
    • Zeitpunkt der Freigabe: Haltemarkierung
    • keine Längensteuerung
    • Zugverband: Start ohne Lok, keine Einfahrt in Zielblöcke zum Ankuppeln
  • Nachfolger sind die beiden Zugfahrten Abstossen.1 und Abdrücken
    • Optionen für die Nachfolger
    • Alle Nachfolger starten
    • Die Option "Anfordern im vorletzten Block" ist zu deaktivieren, weil die Startbedingungen erst nach dem Ende der Zugfahrt bekannt sind.

Zugfahrt Abstossen.1 - Abrollende Wagen in die Richtungsgleise sortieren

  • Eigenschaften der Zugfahrt
    • Startblock ist der Block Berg
    • Zielblöcke sind alle Richtungsgleisblöcke.
    • Dies ist eine normale Standardzugfahrt
    • Der Start dieser Zugfahrt ist wieder sehr zeitkritisch. Deshalb sind alle Wartezeiten auszuschalten.
    • Die allgemeine Option Versuchen sollte auf 0 Sekunden eingestellt sein.
    • Zugfahrt starten, auch wenn Zug nicht ausfahren darf
    • Startverzögerung 0
    • Einfahrt in belegte Blöcke ist erlaubt, in den Zielblöcken können ja schon Wagen stehen.
    • Einfahrt in belegte Weichenstrassen ist erlaubt. Wegen der eventuell kurzen Abfolge der Wagen können Belegtmelder noch nicht wieder freigegeben sein.
    • Reservieren belegter Blöcke ist erlaubt
    • Rerservieren belegter Weichenstrassen ist erlaubt
    • Vorschau 1, keine intelligente Vorschau !
    • Zeitpunkt der Freigabe: Haltemarkierung, Belegtmeldung funktioniert hier nicht, sie ist zu früh, weil die Weichenstrassen Bestandteil der Zielblöcke sind.
    • keine Längensteuerung, ein abrollender Wagen weiss Nichts über Gleislängen, hier zählt nur das Gefälle und die Masse des Wagens.
    • Zugverband: Einfahrt in reservierte Zielblöcke zum Ankuppeln erlauben
    • Zugverband: Start ohne Lok
  • Die Zugfahrt sollte keine Einschränkungen auf Züge oder Bedingungen haben. Die Auswertung kostet nur unnötige Zeit.

Konfiguration der Blöcke

Das Ziehgleis

Meldereinteilung des Ziehgleises
  • Das Ziehgleis kommt mit einem Belegtmelder aus.
  • Als weiterer Melder wird ein Bahnwärter eingebaut, der als Achsmelder arbeitet und bei Aktivierung die Zugfahrt Abdrücken beendet.
  • der Entkuppler ist gut 1 Wagenlänge (ca.15 cm) vor dem rechten Ende des Melders Ziehgleis-L
  • Ziehgleis-L nimmt den ganzen Zug einschliesslich Lok auf, der Zug muss vollständig links vom Entkuppler zu stehen kommen. Der Meldeabschnitt muss auch den Wagen rechts des Entkupplers noch vollständig aufnehmen können.
  • Die Gleislänge muss somit mindestens sein: max.Zuglänge + Entkupplerlänge + 15 cm.
  • Am Ende der Entkupplerbohle ist eine Lichtschranke/Reflexlichtschranke knapp über dem Schienenprofil angebracht. Die Lichtschranke muss auslösen, wenn die Kupplung zwischen ersten und zweiten Wagen genau über dem Entkuppler liegt.

Das Berggleis

  • Sobald der abrollende Wagen aus dem Block Ziehgleis kommend diesen Block erreicht, wird die Folgezugfahrt von hier in die Richtungsgleise ausgelöst.
  • Die Zielwahl erfolgt über eine einfache Combigruppe auf den Richtungsgleisen.
  • Weil in Block Berg beim Abstossen immer nur ein einzelner Wagen bzw. eine einzelne Wagengruppe ist, braucht man sich bei den Combigruppen der Zielwahl in den Richtungsblöcken nicht um die umständlichen Sonderregeln (kein=alle,...) zu kümmern, diese Fälle kommen nicht vor.
  • WICHTIG ist, dass der abrollende Wagen den Block noch nicht verlassen hat, bevor TC in der Lage war die Folgezugfahrt zu starten (Weichenstellzeiten beachten, -> keine Motoren/Servos).
  • Das Berggleis besitzt einem Belegtmelder.
  • Da hier ausser den Zugfahrten Abrollen.0/1 keine Zugfahrten stattfinden und wir diese Zugfahrten auch in keiner Weise bremsen beziehungsweise Halten können, besitzt dieser Block lediglich eine Haltemarkierung mit Distanz 0 zum Beenden der Zugfahrt Abstossen.0.
  • Der Block ist hier mit etwa 40 cm Länge geplant. Sie kann eventuell noch verkürzt werden.

Die Richtungsgleise

Meldereinteilung der Richtungsgleise
  • Die Richtungsgleise kommen mit einen Belegtmelder aus. Dieser dient nur der Belegtmeldung des Gleises.
  • Der Bahnwärter Richtgleis1+Weiche ist der Belegtmelder der davorliegenden Weiche und dient als Auslöser für das Bremsen/Halten bei bereits mit Wagen belegtem Richtungsgleis.
  • Die erste Haltmarkierung bereits in der Weiche, dient dem frühzeitigen Beenden der Zugfahrt Abstossen.1, damit der Abrollberg schnell für den nächsten Wagen frei gemeldet wird. Sie sollte so positioniert sein, dass die Wagen mit der zweiten Achse gerade die Zungenspite der Weiche passiert haben. Diese Haltemarkierung ist auf die Zugfahrt Abstossen.1 eingeschränkt.
  • Für alle zusätzlichen Zugfahrten, die das Richtungsgleis benutzen, werden auch Halte- und Bremsmarkierungen benötigt. Diese Markierungen müssen immer am Bahnwärter für die Weichenstrasse angeheftet werden, da der Melder im Gleis meist belegt ist und nicht zum Auslösen der Brems-/Haltemarkierungen herangezogen werden kann.
Zuordnung der abrollenden Wagen in die Richtungsgleise
  • Bedingungen für die Gleiswahl beim Abstossen.
    • Die Liste aller Wagen, die mit der Zugfahrt Abstossen.1 in dieses Gleis einsortiert werden sollen wird in eine Kombigruppe aus der Zugfahrt Abstossen.1 und der Wagenliste eingetragen.
    • Jeder Wagen sollte in Kombination mit der Zugfahrt Abstossen.1 in höchstens einem Gleis vorkommen.
    • Anstelle der einzelnen Wagen kann hier auch eine Wagengruppe eingetragen werden.
    • Alle weiteren Zugfahrten, die unabhängig von den beteiligten Wagen in dieses Gleis einfahren dürfen, zum Beispiel zum Abholen der Wagen aus dem Richtungsgleis, werden durch eine Oder Verknüpfung mit der Kombigruppe verbunden.
    • Auf diese Weise kann man auch unterschiedliche Ablaufbergprogramme einrichten (DG zerlegen nach Anleger; NG zerlegen in zwei DG nach Fahrtrichtung,...). Dazu richtet man identische Zugfahrten Abstossen.1, Abstossen.2,... ein und definiert für jede Zugfahrt welche Wagen mit dieser Zugfahrt in dieses Gleis gehören. Die Auswahl welche der Abstossen Zugfahrten genommen wird kann dann über einen Programmwahlschalter getroffen werden, wenn alle diese Abstossen Zugfahrten als Nachfolger der Startfahrt Abstossen.0 eingetragen werden.


Achszähler

Bahnwärter zweite Achse erkannt
Bahnwärter erste Achse erkannt
Der Achszähler besteht aus einer Lichtschranke, zwei Bahnwärtern und einem Umschalter. Den Aufbau habe ich einem Vorschlag von Wolfgang Schön für einen teilautomatischen Ablaufberg (TC58) entnommen. Dort findet man auch Ideen zum Abstossen von Wagengruppen mit unterschiedlicher Anzahl von Wagen. Diese Beschreibung kann zum Beispiel von der Homepage von Adminflo auf www.modellbahnportal.at unter Downloads heruntergeladen werden.

Lichtschranke

  • Das Erkennnen der exakten Position des Wagens über dem Entkuppler wird über eine Lichtschranke/Reflexlichschranke erkannt. Diese befindet sich am Ende der Entkupplerbohle ganz knapp über der Schienenoberkante und arbeitet als Achsmelder. Über einen Zählmechanismus werden bei Erkennen der zweiten Achse über einen Bahnwärter die notwendigen Aktionen ausgelöst.
  • Die Lichtschranke wird im Stellpult als Melder Achsmelder angelegt
  • Die Lichtschranke ist als Auslöser für die beiden Bahnwärter Achsmelder1/2 eingetragen
  • Welcher Bahnwärter wirklich auslöst, wird über einen Umschalter gesteuert und als Bedingung beim Bahnwärter eingestellt.

Umschalter Achse

  • Der Umschalter Achse gibt an, welche Achse als nächstes erwartet wird.
  • Zeigt der Umschalter nach rechts, so wird hier die erste Achse (eines nach rechts fahrenden Wagens) erwartet.
  • Der Umschalter wird von den beiden Achsmelder Bahnwärtern umgeschaltet. Ausserdem wird er bei Beginn der Zugfahrt Abdrücken automatisch in die Grundstellung "1. Achse erwarten" gebracht.

Bahnwärter Achsmelder1 - erste Achse erkannt

  • Der Auslöser des Bahnwärters ist die Aktivierung der Lichtschranke(Achsmelder).
  • Als Bedingung wird hinterlegt, das der Umschalter Achse nach rechts zeigt, das bedeutet, dass die erste Achse erwartet wird.
  • Der Bahnwärter schaltet selbstständig ab, wenn die Lichtschranke abschaltet.
  • Für das Abschalten ist als Operation hinterlegt, dass der Umschalter Achse nach links umgestellt wird. Es wird jetzt die 2. Achse eines Wagens erwartet.

Bahnwärter Achsmelder2 - zweite Achse erkannt

  • Dieser Bahnwärter ist im Block Ziehgleis als virtueller Melder eingetragen.
  • Die Grundkonfiguration ist wie beim Bahnwärter Achsmelder1
  • Der Auslöser des Bahnwärters ist die Aktivierung der Lichtschranke(Achsmelder).
  • Als Bedingung ist hier jedoch hinterlegt, dass der Umschalter Achse nach links zeigt.
  • Der Bahnwärter schaltet selbstständig ab, wenn die Lichtschranke abschaltet.
  • Für das Einschalten ist als Operation ein Liste von Aktionen hinterlegt.
    • Lokomotive oder Wagen rechts/unten abtrennen (logische Zugtrennung)
    • Laufende Zugfahrt beenden (Ende der Zugfahrt Abdrücken)
    • Betätigen des Entkupplungsgleises (physische Zugtrennung)
    • Starten der Zugfahrt Abstossen.0 für den abrollenden Wagen.
  • Für das Ausschalten des Bahnwärters ist als Operation hinterlegt,
    • das der Umschalter Achse wieder nach rechts zeigt und damit die erste Achse des nächsten Wagens erwartet wird.

Schlussbemerkungen

  • Brems- und Haltemarkierungen
Für die hier noch nicht beschriebenen Zugfahrten zum Einsammeln/Abholen der Wagen aus den Richtungsgleisen müssen die Brems- und Haltemarkierungen so gelegt werden, dass die Wagen sicher ankuppeln. Das Problem liegt hier darin, dass wir nie genau wissen bis wohin die Wagen beim Abstossen gerollt sind. Der Haltepunkt muss somit sehr spät im Gleis liegen.
Andererseits soll die Lok nicht mit hoher Geschwindigkeit auf die stehenden Wagen rauschen und diese mit Wucht in den Prellbock rammen.
  • Entkuppler
Je nach verwendetem Entkuppler (Märklin, Roco, Repa, ...) müssen Sie eventuell die Zeiten, wie lange der Entkuppler an beziehungsweise aus ist, etwas anpassen, damit das Entkuppeln sicher ausgeführt wird.
  • Signale
Die Konfiguration der Signale ist für den Betriebsablauf nur schmückendes Beiwerk, sie haben keine Zugbeeinflussung und schalten auch keine stromlosen Gleisabschnitte. Nehmen Sie einfach die Signale und Signalschaltdecoderbausteine vom Hersteller ihrer Wahl und tragen bei den Signalsymbolen lediglich die Digitaladresse des zuständigen Bausteins ein, so wie sie das auch bei den Weichendecodern machen. Dann schliessen sie die Signale laut Anleitung des Signaldecoders an. Die Zuordnung der einzelnen Signalbilder zu den Zugfahrten und Weichenstellungen wird hier nicht beschrieben und ist vielleicht später Thema eines eigenständigen Artikels.

-- DieterN 14:51, 30. Dez. 2009 (UTC)